2025-10-18 19:34:39
Nachrichten aus der Region Rethymno werden denjenigen, die versuchen, Kretas Südküste bei Plakias zu erreichen, das Leben erneut erschweren. Eine der spektakulärsten Nord-Süd-Straßen durch die Kourtaliotiko-Schlucht wird Ende Oktober gesperrt. Grund sind Arbeiten zur Verhinderung von Steinschlägen.
Diese Entscheidung sei „absolut notwendig“, versichert Maria Lioni, Vizegouverneurin von Rethymno, und aus Sicherheitsgründen diktiert. Im Haushalt sind 536.000 Euro für sogenannte Räumungsarbeiten vorgesehen, also für die Beseitigung von Steinen und Felsbrocken, die über der Straße „hängen“ und eine echte Gefahr für die Sicherheit derjenigen darstellen, die durch die Schlucht fahren.
Diese Entscheidung bedeutet erneute Verkehrsbehinderungen für Autofahrer, die beliebte Ziele wie Plakias, Damnoni und andere in der Region ansteuern. Die Hauptroute wird die Kotsifou-Schlucht sein, die selbst erst kürzlich nach langwierigen Renovierungsarbeiten mit Felsbeseitigung wiedereröffnet wurde. Dies stellt ein kretisches „Infrastrukturkarussell“ dar: Während eine Schlucht „renoviert“ wird, übernimmt die andere den gesamten Verkehr.
Der genaue Termin und die Dauer der Arbeiten wurden noch nicht bekannt gegeben. Alles hängt von den Wetterbedingungen und, wie immer in Griechenland, vom Arbeitstempo ab. Das anfängliche Ziel ist einfach: die Arbeiten schnell und effizient abzuschließen und die Unterbrechungen so kurz wie möglich zu halten.
Die Reinigung und Sicherung der Schluchtwände bleibt jedoch eine vorübergehende Lösung. Seit mehreren Jahren sind sowohl die Kotsifou- als auch die Kourtaliotiko-Schlucht nach Felsstürzen regelmäßig abwechselnd gesperrt. Zunehmender Verkehr und Überbeanspruchung der Infrastruktur belasten die Natur zunehmend. Dies führte zu einem umstrittenen Vorschlag zum Bau eines Tunnels.

Während viele diese Lösung als notwendiges Übel betrachten, weisen die Behörden der Gemeinde Agios Vasiliou in der Region darauf hin, dass dies in der gegenwärtigen Situation die einzige Möglichkeit sei, die überlasteten Straßen zu entlasten. Für das Tunnelprojekt wurde bereits eine Ausschreibung veröffentlicht. Für diese Phase ist ein Budget von 2,35 Millionen Euro vorgesehen.
Die Ironie besteht jedoch darin, dass das Streben nach einer sicheren und nahtlosen Kommunikation zwischen dem Norden und Süden der Insel wahrscheinlich zur Zerstörung eines der schönsten Naturgebiete in der Region Rethymno führen wird. Um dieses Naturerbe zu schützen, muss es teilweise zerstört werden. Bis der Tunnel gebaut ist, werden die majestätischen, hoch aufragenden Felsen der Kourtaliotiko-Schlucht bei jeder Fahrt ein unvergesslicher Anblick bleiben.
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